Schutzengel zur Taufe: Woher kommt diese Tradition?

Mit dem Ritus der Taufe werden Kinder und (seltener) Erwachsene in den Schoß der christlichen Gemeinschaft aufgenommen. Die Gaben, die zu diesem Anlass überreicht werden, sind häufig symbolischer Natur und verkörpern Jesus Christus (Taufkerze), die Reinheit des Täuflings (weißes Taufgewand) und die Kraft des Lebens (Apfelbaum). Eine sehr lange Tradition hat in der Riege dieser symbolischen Geschenke auch der Schutzengel, der über den Täufling wachen und ihn auf seinem Weg in ein christliches Leben begleiten soll. Wir haben für Sie herausgefunden, woher dieses Brauchtum eigentlich kommt.

 

Woher kommt der Glaube an Schutzengel?

 

Der Glaube an Engel gehört zu den ältesten Mythen der westlichen Welt. So heißt es in Psalm 91 des Alten Testaments:

»Gott befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen. Sie tragen dich auf ihren Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt«.

Da Schutzengel heute nicht mehr an eine bestimmte Glaubensrichtung gebunden sind und selbst von konfessionslosen Taufgästen geschenkt werden, überrascht es ein wenig, dass das Schutzengelfest, welches traditionell am 02. Oktober jedes Jahres gefeiert und bei welchem den Engeln als helfende Boten Gottes gedacht wird, ein explizit katholisches Fest ist. Entstanden ist diese Tradition im 15. Jahrhundert zeitgleich in Spanien und Frankreich, wo der Erzengel Michael verehrt wurde. Dieser gilt, gemeinsam mit dem Erzengel Gabriel, bereits dem Judentum als Fürbitter und Schutzengel des Volkes Israel. Im 17. Jahrhundert wurde das Schutzengelfest nicht mehr nur von der katholischen Kirche in Spanien und Frankreich, sondern von der gesamten katholischen Kirche gefeiert. Die Festlegung des Feiertags auf den 02. Oktober fand erst im Jahre 1670 durch Papst Clemens X. statt.


Warum schenken wir Schutzengel zur Taufe?


Schutzengel sind zwar nicht mehr an eine bestimmte Konfession gebunden, doch ihre Aussagekraft ist heute stärker als jemals zuvor. Die christliche Vorstellung, dass jedem Gläubigen ein Engel als Hirte und Beschützer zur Seite stehe, um ihn durch das Leben (und zu einem ewigen Leben) zu führen, spendet gerade in jenen Zeiten Trost, in denen das Leben zu „schnell“ und etwas unüberschaubar wirkt. Aus diesem Grund schenken wir Schutzengel zur Taufe: Weil wir uns wünschen, dass ein Engel über den kleinen Täufling wachen möge, wenn wir ihn nicht (mehr) beschützen können.


Während die Schutzengel früherer Zeit häufig kleine Figuren aus Stoff, Holz oder Ton waren, gibt es heute eine breite Palette an Engel-Produkten: Vom goldenen Anhänger über Schlüsselanhänger und Handschmeichler bis hin zu kitschigen Porzellanfiguren lässt der Markt keine Wünsche offen. Interessanterweise wählen die meisten Menschen zum Anlass der Taufe jedoch nach wie vor recht traditionell gearbeitete Schutzengel aus Holz, die über dem Bett des Täuflings angebracht werden und seinen Schlaf bewachen. Eine andere schöne Idee, die gleich zwei christliche Vorstellungen miteinander verbindet, ist das Nachtlicht in Engelform (siehe Bild): Hier ist der wachende Engel mit der Vorstellung von Jesus Christus als „Licht der Welt“ verknüpft, welcher alle Gläubigen auf ihrem Weg begleitet und sie zu Gott führt.

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